Happy Anniversary!


Vier Jahre sind bereits vergangen seit der Gründung von Reload HR. Zu diesem freudigen Anlass möchten wir einen detaillierten Einblick in die Entstehung unseres Unternehmens ermöglichen. Dafür haben wir ein Interview mit unseren drei Gründern geführt, um einen umfassenden Überblick über die Hintergründe, die Motive und natürlich die ersten Schritte bei der Entstehung von Reload HR zu bieten.

Was war die Vision, die am Anfang von Reload HR stand?

Leopold: Unsere Vision seit 2018 war und ist es zum einen, unabhängige Beratung für Organisationen in ihrer HR-Transformation anzubieten, und dies zum anderen mit einem dynamischen und lockeren Team zu bewerkstelligen. Beim Aufbau des Teams wollten wir, wo möglich, auf unnötige Hierarchien und starre Prozesse verzichten. Das funktioniert selbstverständlich nur dadurch, dass wir Personen für das Team auswählen, die unsere Vision teilen und die Motivation mitbringen, durch ihre Arbeit die Digitalisierung der HR-Welt voranzutreiben.

Dabei stellt sich zwangsläufig die Frage: Was wollen wir am Markt? Unsere Antwort hierauf: Für Kunden wahre Partner zu sein, denen sie vertrauen können.
Das bedeutet: Wir müssen kundennah agieren und die Transformation anbieten, die sie auch wirklich benötigen. Auch ist es unser Anspruch dabei mit anzupacken und eine gewisse Hands-On Mentalität mitzubringen.


Sascha: Im Gegensatz zum Sales oder Staffing getriebenen Modell von Großberatungen, wollten wir weniger den Fokus auf uns selbst und mehr auf den Kunden richten und das, was er tatsächlich braucht. Das war eine der wesentlichen Visionen und bleibt weiter in unserer DNA.
Ein weiterer Aspekt, der uns nicht zugesagt hat und wir anders machen wollten, war die etablierte Culture of Competition. Diese Mentalität fanden und finden wir nicht förderlich.


Piotr: Insgesamt kann man sagen, dass wir festgestellt hatten, oder zu dem Zeitpunkt jedenfalls die Hoffnung hatten, dass wir unabhängig Kundenberatung anbieten können. Die Vision dabei war, dass die Umsetzung besser und schneller erfolgen sollte als in bisher bekannten Strukturen.
Zuvor waren wir in verschiedenen Projekten unterwegs und haben festgestellt, dass durch unterschiedliche Gegebenheiten unsere Arbeit nicht unbedingt beschleunigt wurde, dadurch dass wir uns bestimmten Strukturen anpassen mussten. Im Kern war das der Grund für die Entstehung von Reload HR.

Was waren die Anfänge? Wie begann alles?

Sascha: Leo, Piotr und ich kannten uns von Deloitte. Wir waren alle in einem Projekt bei dem gleichen Kunden. Beide kamen kurz nach mir zum Projekt. Ich war für das Global Template zuständig, Leo für Learning und Piotr war im Integrationsprozess. Damals habe ich bei Deloitte die SuccessFactors Practice geleitet und hatte die Verantwortung dem Kunden gegenüber, die Projektsituation umzusetzen.

So kam es, dass wir uns in dem Projekt kennenlernten. Wir haben vorher noch nicht zusammengearbeitet, obwohl wir alle drei vorher bei Accenture in der Vergangenheit waren.
Die Mission von Reload ist eigentlich im Projekt in Marokko (erstes Global Template) entstanden. Hier hat man ein Jahr lang versucht in der HR-Abteilung SuccessFactors zu implementieren. Wir haben dann reflektiert, warum wir hier nicht vorankommen. Es liegt auch ein Stückweit am Kunden, aber auch ein bisschen am Berater. Wir haben uns dann offen zu dritt ausgetauscht. Das Resultat war dann leider auch, dass wir als Berater nicht die beste Beratung abliefern können. Im Zuge dessen haben wir dann hinterfragt – Wie könnte man es denn besser machen?

Die Antwort darauf: Die Strukturen müssten etwas freier sein, sodass man andere Schwerpunkte setzen kann. So wurde die Idee immer etwas weiter geschliffen und bekam Konturen. Da wir auch eine exzellente Kundenbeziehung aufgebaut hatten, ist die Idee auf offene Ohren gestoßen. Das war der Startschuss für unser eigenes Ding!


Leopold: Nach der Gründung von Reload HR haben wir unsere Vision direkt in unsere Arbeitspraxis übersetzt. Wir sahen einen Markt für gute und kundennahe Beratung in der Digitalisierung von HR und den wollten wir bedienen. Mit Verena kam dann auch sehr schnell die erste neue Mitarbeiterin zu uns. Von da an haben wir kontinuierlich neue Projekte gewonnen, und konnten zahlreiche Teammitglieder davon begeistern, den Weg mit uns zu gehen.

Auch unser Serviceportfolio konnten wir erweitern und erreichten so neue Meilensteine: Von unserem Beratungsschwerpunkt auf SAP SuccessFactors ausgehend, haben wir peu à peu die Varietät an Lösungen, mit denen wir arbeiten vergrößern können, und erreichen heute mit mehreren Lösungs-Partnern – unter anderem mit Personio oder Cobrainer – ein noch vielfältigeres Spektrum an Kundenunternehmen.


Piotr: Und die Herausforderung, natürlich im positiven Sinne, geht weiter. Es ist ein stetiger Change in der gesamten Wirtschaft, der durch den demografischen Wandel und den daraus resultierenden Arbeitskräftemangel bloß verstärkt wird. Die Auswirkungen können in der Presse täglich verfolgt werden und sorgen dafür, dass Prozesse weiter optimiert und vor allem digitalisiert werden müssen. Unser Fundament ist erfolgreich aufgebaut worden, nun folgt der Ausbau.

Was hat sich aus eurer ursprünglichen Vision bereits realisiert?

Piotr: Ich habe darüber nachgedacht und ich bin der Meinung, dass wir seit dem Zeitpunkt, an dem wir die Entscheidung getroffen haben RHR zu gründen, den Bedarf, den es auf dem Markt gibt für unabhängige Beratung im Bereich der Digitalisierung des Personalwesen, eigentlich unterschätzt haben.

Ich war darauf vorbereitet, dass wir mit unserer Vorstellung auch leicht andere Aktivitäten übernehmen können beim Kunden, das war wahrscheinlich der Standard, aber ich habe zumindest aus meiner Perspektive den Bedarf bzw. die Opportunity an dieser Stelle falsch eingeschätzt. Die Nachfrage auf dem Markt ist gewaltig. Und das sage ich nach 4 Jahren Firmengeschichte.


Sascha: In Summe lief es gut an. Eine Herausforderung bestand darin, als Firma wahrgenommen zu werden und nicht als Einzelkämpfer. Das kam auch dadurch zustande, dass wir alle drei, ca. vier Monate vor der Gründung als Freelancer in dem Projekt gearbeitet haben.
Es ist auch überraschend, wie schwierig es ist, Attention am Markt zu kriegen, um an entsprechende Opportunities ranzukommen. Wie viel Competition hier gleich wieder stattfindet, auch wenn man eigentlich nebeneinander existieren kann. Deshalb ist ein Bestandteil unserer Vision das auch besser zu machen, eben nicht die Competition weiter zu treiben, sondern wirkliche Mehrwerte zu kreieren.
Wenn man dann weiter in die Vision schaut, den Kern, der diese vergegenwärtigt, und zwar: Sei nah am Kunden, biete gute Beratung und das Hands on. Das ist aufgegangen. Nach genau diesem Angebot sehen wir auch nach wie vor großen Bedarf.

Nach diesen vier Jahren haben wir nicht mehr das Problem, dass man uns nicht kennt bzw., dass wir schwer an Opportunities kommen, sondern im Gegenteil, wir haben Schwierigkeiten die gesamten Anfragen bei Erhaltung unseres Qualitätsanspruchs überhaupt bedienen zu können. Man kann es gut am Markt beobachten, wir brauchen überhaupt keine Werbung zu schalten. Die Kunden, die erst eine Großberatung beauftragt hatten, kommen danach von allein auf Unternehmen wie uns zu. Überwiegend sind es auch Kunden, die nicht deshalb wechseln, weil sie sich eine Großberatung nicht leisten können. Sie wollen es bloß nicht mehr.


Leopold: Reload HR tut heute das, was wir uns vor 4 Jahren vorgenommen haben. Wir bieten erfolgreich unabhängige Beratung an und tun das in einem dynamischen Team, das kontinuierlich weiterwächst und sich großartig entwickelt. Die Vision von Reload HR wurde Realität und leitet uns bis heute auf unserem Weg.


Piotr Jacak

Sascha Lutz

Leopold Daniels

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